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	<title>Direkte Demokratie Kiel &#187; Kultur</title>
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	<description>Freie Fraktion im Kieler Rat</description>
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		<title>„Kreative Stadt“ für  Kulturproduzenten kostenfreie Umarmung oder Zurückweisung – je nach Nützlichkeit.</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 16:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Rede von Ratsfrau Zimmermann zum Haushalt 2012 &#8220;Produktbereich Kultur&#8221;
Frau Stadtpräsidentin, verehrte Kolleginnen und Kollegen.
Der im Zusammenhang mit Kultur und dem strategischen Ziel „kreative Stadt“ verwendete Begriff &#8220;Kreativität&#8221; im Stadtentwicklungsprogramm gehört zum Sloganeering des Stadtmarketings. Im INSEKK wird in diesem Zusammenhang von „Innovation“ geredet, aber in der Aufzählung der kulturellen Angebote findet sich nur das Übliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rede von Ratsfrau Zimmermann zum Haushalt 2012 &#8220;Produktbereich Kultur&#8221;</p>
<p>Frau Stadtpräsidentin, verehrte Kolleginnen und Kollegen.<br />
Der im Zusammenhang mit Kultur und dem strategischen Ziel „kreative Stadt“ verwendete Begriff &#8220;Kreativität&#8221; im Stadtentwicklungsprogramm gehört zum Sloganeering des Stadtmarketings. Im INSEKK wird in diesem Zusammenhang von „Innovation“ geredet, aber in der Aufzählung der kulturellen Angebote findet sich nur das Übliche &#8211; wie Theater Stadt- und Schifffahrtsmuseum, Volkshochschule usw. Und das spiegelt sich auch so im Haushalt wieder. Hier zeigt sich im Bereich Kultur, dass es nicht einmal den Hauch einer Idee gibt, die es verdient, „kreativ“ genannt zu werden.</p>
<p>So wird nicht einmal das von Richard Florida – auf den sich die Argumentation des INSEKK bezieht – deklarierte Ziel erreicht, eine Art kreatives Klima zu schaffen und eine Atmosphäre, die qualifizierte Menschen nach Kiel lockt oder zumindest hier hält. In Kiel bedeutet das strategische Ziel „kreative Stadt“ für die meisten Kulturproduzenten kostenfreie Umarmung oder Zurückweisung – je nach Nützlichkeit.</p>
<p>Wenn schon kein Geld da ist, könnten Sie zeigen, dass Sie es wirklich ernst meinen mit der bisher nur Hohlformel existierenden „kreativen Stadt“. Statt Kreativität gibt es zum Beispiel Verbote: so wird in den verabschiedeten „Perspektiven zu Gaarden“ aufgeführt: „Das Projekt „Klar Schiff“ zur Bekämpfung von Graffiti wird fortgeführt und gestärkt.“ In der angeblich geförderten Szene sind selbstproduzierte Aufkleber und Plakate mangels anderer Ressourcen das einzige Mittel, um die eigenen Aktivitäten bekannt zu machen.</p>
<p>Eine „kreative Stadt“ aber muss zum Beispiel Flächen haben, damit subkulturelle Projekte öffentlich für ihre Arbeit werben können. Freies Plakatieren ist eine wichtige Kommunikationsform. Sie ist Teil dessen, was den Raum zwischen gebauter Architektur, den Verkehrswegen, Plätzen und Bürgersteigen zu einem öffentlichen Raum macht. Eine kreative Stadt würde freies Plakatieren als öffentliche Kommunikation respektieren. Wenn Sie noch nicht soweit sind, bliebe Ihnen zumindest die Möglichkeit, entsprechende Flächen zur Verfügung zu stellen. In Kiel allerdings wird nicht nur an „Kreativität“ gespart, sie wird sogar behindert.</p>
<p>Außer dem Schwerpunkt „Eventkultur“ und dem Versuch, sich mit dem, was man hat, irgendwie kreativ zu verkaufen, ist nichts im Angebot. Wenn Sie es ernst meinten mit der „Kreativität“, müssten Sie akzeptieren, dass es nicht die uninspirierten Strukturen oder Überall-Strukturen sind, die eine kreative Stadt ausmachen, sondern kreative Zentren für Neugier und Einfallsreichtum. Wir trauen Ihnen allerdings nicht zu, etwas in dieser Richtung zu bewegen.</p>
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		<title>Neuregelung Theaterfreikarten</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 23:49:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausschüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ratsversammlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ratsversammlung  hat am 9/10.12.2010 über den Änderungsantrag der Direkten Demokratie zur Regelung der  Theaterfreikarten für alle Ratsleute, einschliesslich  einer weiteren Gastkarte und für Mitglieder des Kulturausschusses abgestimmt.
Der Antrag der Verwaltung sah vor, dass in Zukunft nur noch die Mitglieder des Kulturausschusses Freikarten für das Theater erhalten. Unsere Fraktion wollte diese Freikartenregelung völlig abschaffen, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ratsversammlung  hat am 9/10.12.2010 über den Änderungsantrag der Direkten Demokratie zur Regelung der <em> Theaterfreikarten für alle Ratsleute, einschliesslich  einer weiteren Gastkarte und für Mitglieder des Kulturausschusses </em>abgestimmt.</p>
<p>Der Antrag der Verwaltung sah vor, dass in Zukunft nur noch die Mitglieder des Kulturausschusses Freikarten für das Theater erhalten. Unsere Fraktion wollte diese Freikartenregelung völlig abschaffen, weil wir es grenzwertig finden, dass ein Gremium über eigene Privilegien abstimmt.</p>
<p>Nachdem unser Änderungsantrag, der die aus unserer Sicht einzig saubere Lösung darstellt, von allen anderen Fraktionen abgelehnt wurde, haben wir in der  zweiten Abstimmung dem Antrag wie alle anderen Ratsfraktionen außer den Linken zugestimmt, weil er zumindest eine Verbesserung gegenüber der alten Situation bringt.</p>
<p>Lesen Sie dazu die Rede von Ratsfrau Ingrid Zimmermann:</p>
<p>Wir begrüßen ausdrücklich den Vorstoß der Verwaltung die Freikartenregelung für Ratsleute abzuschaffen.<br />
Allerdings geht uns der Vorschlag der Verwaltung nicht weit genug. Bei den Kieler Bürgerinnen und Bürgern kommen diese Freikarten gar nicht gut an – sie sind für viele Ausdruck von Selbstbedienungsmentalität und Abgehobenheit der örtlichen politischen Entscheidungsträger. Die Abschaffung dieser Regelung wird zu einer besseren Akzeptanz der Kieler Selbstverwaltung bei der Bevölkerung führen.</p>
<p>Gleichzeitig spart dieser Verzicht der Landeshauptstadt Geld, das an anderer Stelle wie etwa dem Kulturzentrum Hansastraße sinnvoller ausgegeben werden kann.<br />
Befürworter begründen die Freikarten auch mit einer Kontrollfunktion. Das halten wir für vorgeschoben: Nirgendwo ist bisher<br />
nachvollziehbar dokumentiert, was diese Kontrolle für Ergebnisse brachte.</p>
<p>Problematisch finden wir auch, dass ein Gremium (die Ratsversammlung oder aktuell der Kulturausschuss ) darüber befindet, welches Privileg es selbst genießt – auch so ein Vorgehen ist für die <em>normalen</em> Kielerinnen und Kieler nur schwer nachvollziehbar.</p>
<p>Wir freuen uns, dass die Freikartenregelung heute so oder so fällt.</p>
<p>Ein drittes von uns gestecktes Ziel wurde erreicht<br />
<em>– weiter so Ratsversammlung!</em></p>
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		<title>KieIerinnen und Kieler haben keine Kultur</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 10:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[und sind verantwortlich für die Streichungen im Kulturbereich &#8211; zumindest aber ein Teil von Ihnen!
Das es bei der Kulturdebatte (Kreativedebatte &#8220;kreative Stadt&#8221;) nicht um Künstlerinnen und Künstler geht, machte Oberbürgermeister Albig bei der Abschlussveranstaltung der Veranstaltungsreihe &#8220;Kiel hat Kultur&#8221; im ehemaligen Lessingbad deutlich. Das Problem ist natürlich wie immer das Geld. Das könne man, besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>und sind verantwortlich für die Streichungen im Kulturbereich &#8211; zumindest aber ein Teil von Ihnen!</strong></p>
<p>Das es bei der Kulturdebatte (Kreativedebatte &#8220;kreative Stadt&#8221;) nicht um Künstlerinnen und Künstler geht, machte Oberbürgermeister Albig bei der Abschlussveranstaltung der Veranstaltungsreihe &#8220;Kiel hat Kultur&#8221; im ehemaligen Lessingbad deutlich. Das Problem ist natürlich wie immer das Geld. Das könne man, besonders wenn es knapp ist nicht zwei- oder dreimal  verteilen. Rhetorisch billig &#8211; aber ein nach wie vor offensichtlich wirksames Argument. Das OB Albig als Sprecher von Finanzminister Steinbrück die Politik verkaufte, denen die Kommunen ihre Misere zu verdanken haben, ist offensichtlich schon vergessen.</p>
<p>Der Gipfel allerdings ist sein Argument, den Kieler Bürgerinnen und Bürgern den schwarzen Peter zuzuschreiben, weil ein Teil (welchen genau sagte er nicht) nur eine geringe Akzeptanz der Kultur zeigt und es deshalb ein Vermittlungsproblem gäbe. Wenn Künstlerinnen und Künstler nach  Schuldigen suchen &#8211; hier sind sie: die Kieler Bürgerinnen und Bürger; denn wie kann man vom OB auf Zwischenstation in Kiel   verlangen, dass er wie er sagt, &#8220;selbst wenn er wollte, Geld für etwas geben soll, was womöglich viele gar nicht brauchen, geschweige kennen?&#8221; (1) Und um das auf keinen Fall zu ändern, muss eben gespart werden.</p>
<p>Albig wird es gefreut haben, dass seine dreisten Abwertungen Früchte trugen und keine Empörung auslösten.  Schließlich muss &#8220;wer Kultur kann, auch schwimmen können&#8221;, so Bernd Brandes-Druba von der Sparkassenstiftung (1), der mit dieser Metapher  den unvereinbaren Gegensatz von Künstlertum und Reichtum und das Bild des Künstlers  als Armer und am Leben Verzweifelnder ala vanGogh, Gauguin beschwor.</p>
<p>Es reicht aber nicht, auf die neoliberal demagogische Rhetorik von Albig zu schauen. Öffentliche Debatten wie diese und ihr Widerhall in dem kommunalen Medium KN beeinflussen sicher in bestimmten Rahmen das Denken darüber welche Form von Kunst und Kultur gut oder schlecht, richtig oder falsch ist?  Zudem ist hier die Frage enthalten wer bewertet Kunst und welche Massstäbe werden angelegt?    Nehmen wir die Aussagen Albigs wird eines deutlich: bei der  &#8221;kreativen Stadt&#8221; (strategisches Ziel der Stadt Kiel) geht es nicht um Kultur und Kuturschaffende, sondern um den Standortfaktor &#8211; Kunst ist nur relevant, wenn sie wirtschaftsfördernd ist. In  Parallelität zur Kunst vor der Aufklärung  &#8211; damals Kunst für Kirche, Kunst für Herrscher &#8211; heute Kunst für Wirtschaftsförderung.</p>
<p>(1) http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/kultur/207660-Badgefluester-Kulturmacher-ueben-Schwimmen.html</p>
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		<title>Für eine Handvoll Euros</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 15:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die geplanten Kürzungen betreffen auch die Kieler Stadtgalerie.
Gegen die Pläne die Mittel für die Stadtgalerie zu streichen regt sich zu Recht heftiger Widerstand. Der Förderverein der Stadtgalerie Kiel hat in seiner Stellungnahme bereits im Juli auf die kulturelle Bedeutung des Hauses hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass der Bau erst vor wenigen Jahren mit hohem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die geplanten Kürzungen betreffen auch die Kieler Stadtgalerie.</strong><strong></strong></p>
<p>Gegen die Pläne die Mittel für die Stadtgalerie zu streichen regt sich zu Recht heftiger Widerstand. Der Förderverein der Stadtgalerie Kiel hat in seiner Stellungnahme bereits im Juli auf die kulturelle Bedeutung des Hauses hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass der Bau erst vor wenigen Jahren mit hohem Kostenaufwand und großem Engagement der Bürger renoviert wurde.</p>
<p>Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEKK) ist nachzulesen, dass auch die Stadt Kiel mit Hilfe von PriceWaterhouseCooper und dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut und deren Studie &#8220;Zukunftschance Kreativität&#8221; den US Ökonomen Richard Florida  entdeckt hat  und mit ihm die fragwürdige Bedeutung weicher Standortfaktoren.</p>
<p>Wer sich dann aber auf diesen Ansatz beruft, dem sollte bewusst sein, dass eine  wirklich erfolgreiche Stadtentwicklung insbesondere im Bereich von Kunst und Kultur über rein ökonomische Sichtweisen hinausgehen muss. Jede Stadtpolitikerin und jeder Stadtpolitiker, der für Handvoll Euro einen kulturellen Lateralschaden billigend in Kauf nimmt, hat entweder nie den Autoren gelesen, auf den sie/er sich beruft oder gibt damit zu den Begriff &#8220;kreative Stadt&#8221; unreflektiert zu nutzen, um ihn jeweils  strategisch zweckbezogen einzusetzen &#8211; und sei es im Sinne einer kulturfeindlichen  Stadtpolitik.</p>
<p>Welches sichtbare kulturelle Engagement der Stadt bleibt, wenn die Stadtgalerie geschlossen wird?  Wen wollen sie in Zukunft noch überzeugen, dass es sich bei dem strategischen Ziel &#8220;kreative Stadt&#8221; um mehr handelt als ein um billiges Sloganeering?</p>
<p>Vielleicht sollten sie damit anfangen, die Seiten 33-35 der Studie zu lesen und wenigstens zu versuchen nachzuvollziehen, worauf sie sich im INSEKK berufen.</p>
<p>Der ebenfalls in der Studie zitierte Charles Landry sagt, &#8220;Wir sollten nicht überlegen, was es kostet in Kultur zu investieren, wir sollten fragen, was es kostet, nicht in Kultur zu investieren.&#8221;</p>
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